Der allererste Halbmarathon

Vor ziemlich genau einem Jahr begann ich mit dem Laufen. Für einen Teil des praktischen Jahrs wohnte ich zur Zwischenmiete in Kassel und verstand mich mit meiner Mitbewohnerin auf Zeit so gut, dass wir zusammen viel unternahmen. Unter anderem drehten wir regelmäßig zusammen eine kleine Runde durch einen nahe gelgenen Park, bald wurde die Runde größer und führte durch die Karlsaue. Wir hatten eine superschöne Zeit, mussten zwar beide Lernen (ich war noch Studentin und stand kurz vor dem Examen), genossen aber die freie Zeit umso mehr.

Daher bedeutet mir die Zeit in Kassel einfach sehr viel und es war klar, dass der erste Halbmarathon in Kassel sein würde. Letztes Jahr im Mai stand ich auf unserem Balkon und sah die Kenianer durch unsere Starße laufen, die vielen Halbmarathonläufer und später auch die Marathonis und Staffelläufer. Die Stimmung war ansteckend und ich wusste sofort, ich wollte ein Teil davon sein. Ein halbes Jahr später am 31. Dezember wurde es amtlich: ich meldete mich an für meinen ersten Halbmarathon, in Kassel beim E.ON Mitte Marathon. Ich wollte dieses Ziel für das Jahr 2012 unbedingt festhalten – und außerdem stieg die Meldegebühr am 1. Januar. ;-)

Bei all der Plaunung hatte ich den Arbeitsbeginn leider unterschätzt, ich dachte ich könne strukturierter und regelmäßiger auf mein Ziel hintrainieren. Andererseits schaffte ich es trotz Knieproblemen und Kälte im Frühjahr am Ball zu bleiben. So wusste ich nach dem 10-Meilen-Lauf in Lich und dem Strongmanrun zumindest, dass ich es irgendwie ins Ziel schaffen würde. Also theoretisch. Schon im letzten Jahr, als ich nur zuschaute, war es am Marathontag brühtend heiß und auch für dieses Jahr waren Hitze und knallender Sonnenschein angesagt. Na toll, was beim Strongmanrun fehlte, kam nun beim Halbmarathon doppelt.

Trotzdem freute ich mich und setzte mir mit “2:05:00 bis 2:10:00 wenn´s gut läufte” eine halbwegs realistische Zielzeit. Da am letzten Sonntag schon um 8:30 Uhr der Startschuss fiel, kam ich am Tag zuvor wieder in meiner alten WG unter. Die Freundin, in deren Zimmer ich wohnte empfing mich mit Lasagne als Carboload, meine Zwischenmiet-Mitbewohnerin war über das Wochenende verreist und überließ mir ihr Zimmer. Es ist jedes Mal ein Gefühl des “nach Hause kommens”, ich fühle mich dort immer auf Anhieb wohl.

Den Samstag verbrachte ich fast komplett in der Stadt: ich fuhr zum Auestadion, um meine Startnummer zu holen und über die Marathonmesse zu schlendern. Es war schon die Hölle los, riesen Menschenmenge und zu meiner Verwunderung hatten total viele Damen und Herren (aber v.a. Damen) ihre Nordic Walking Stöcke dabei. Der Sinn hat sich mir nicht ganz erschlossen, konnte man die da am Vortag einschließen? Oder war es als Abgrenzung zu den richtigen Läufern gedacht? Jedenfalls supernervig, ständig im Gedränge diese Stöcker zwischen den Füßen zu haben. -.- Ich bin ja schließlcih auch in Jeans, Chucks und Shirt hingegangen, anstatt schon die Laufschuhe, CEPs und am besten noch gleich das Finishershirt zu tragen! Das gab es nämlich mit den Startunterlagen dazu, aber ich trug es natürlich nicht schon vorher oder beim Lauf.

Auf der Marathonmesse fand ich nichts besonderes, ich wollte pinke Fixpoints, aber die sind wohl ausverkauft und werden auch nicht mehr nachproduziert (habt ihr irgendwo noch pinke gesehen, in einem Laufshop o.ä.? Bitte bescheid geben, ich hätte sie so gern!). Ich testete die neuen Lightweighttrainer von Newton, außer der knalligen Farbe überzeugten sie mich aber nicht wirklich: diese Erhöhungen im Vorfußbereich sollen eine gewisse Instabilität bieten, die wie bei z.B. den Reebok Easytones Trainingseffkt haben soll. Ich knicke mit sowas schlicht und ergreifend um. also nichts für mich. Die Brooksauswahl war übersichtlich, außer dem schwarzen PureFlow und dem grauen Gri gab es kiene Modelle aus der Pure Serie, sonst die üblichen Modelle wie Glycerin nd Adrenalin. Auch bei Saucony hätte ich mir mehr Auswahl erhofft, auf seine Kosten kam nur der Asicsjünger. ;-)

Nach einer kleinen Orientierungsrunde, damit es am großen Tag schneller geht, machte ich mich wieder auf den Weg in Richtung Königsplatz, um dort noch ein bisschen bummeln zu gehen. Für die Wohnung wurde ich doch noch fümdig, WMF hatte Ausverkauf. :-D Wieder in der WG machte ich mich an die Vorbereitung, denn ich musste schon um 7 aus dem Haus, um noch einen sicheren Platz im Bus zu bekommen, allzu knapp wollte ich nicht ankommen und kurz vor dem Start wurden diverse Linien eben auch gesperrt bzw. umgeleitet. Also brachte ich schon einmal die Startnummer an, schnürte den EasyChip (keine Ahnung warum die keinen ChampionsChip verwenden) per Marathonschnürung (haben Carmen und Jasmin mir beim SMR gezeigt) an die Ravenna 3 und packte meinen Kleiderbeutel. der Forerunner 610 wurde noch aufgeladen und alles für den großen Tag bereitgelegt.

Da man mir von Gels abriet, wenn ich diese nicht im Training getestet hatte, wollte ich wie empfohlen um 6 leicht frühstücken und dann 45 Minuten vor Start einen Riegel essen.Danach ging es aufs Sofa, entspannen und ein bisschen lesen. Die ganze Anfahrt und der Stadtbummel schlauchten, ich schlief recht früh ein und war so einigermaßen ausgeschlafen, als der Wecker um 6 Uhr klingelte.

Für meine Verhältnisse erstaunlich gut vorbereitet, aß ich erst, schlüpfte in mein Outfit und machte mich im Bad zurecht. Ich entschied mich gegen eine Mütze und für zusammengebundene Haare, das erschien mir doch irgendwie luftiger. Sonst immer zu warm angezogen, wollte ich diesmal nichts falsch machen: Ich lief im Versatile EZ Racer Back in tropic von Brooks und der passenden Epiphany Strech Short II in schwarz/tropic – beides aus dem Testpaket. Dazu die schwarzen CEPs und den Ravenna 3, den Flow wollte ich dann doch nicht gleich bei den ersten 21,1km Asphalt ausprobieren.Superwichtig auch: Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 30 – sorgte zwar nicht gerade für Abkühlung, aber zumindest kam ich im Gegensatz zu anderen Läufern ohne Verbrennungen davon.

Schon auf dem Weg zum Auestadion war klar, dass ich mich richtig entschieden hatte. Die Fleecejacke und warme Jogginghose hätte ich mir auch sparen können, es herrschten bereits 15°C – und das um 7 Uhr, 90 Minuten vor dem Start. Im Bus saßen fast nur Läufer, die meisten mit der gelben Startnummer für den HM. Ich verdrückte meinen PowerBar Cookies Riegel (sehr lecker für einen Riegel übrigens) und zog gleich am Stadion meine warmen Sachen aus. Die Kleiderbeutelabgabe klappte wie am Schnürchen, alles ziemlich gut durchgeplant. Mangels geeingter Einsteckmöglichkeit lief ich ohne Ipod (mein Shuffle hat leider den Geist aufgegeben und ich habe nur noch meinen Nano), beim Wettkampf gibt es ja schließlich Publikum, wer braucht da Musik???

So stand ich sehr zeitig am Start und stellte mich einfach mal kurz vor den Baum, der den 2. Startblock mit “erwartete Zielzeit 2:00 bis 2:15″ anzeigte. Das war dann recht weit vorne, sorgte aber dafür, dass ich beim Startschuss kaum Leute überholen musste. Ich lief im Feld mit und nach 3km war ich genau wie alle anderen um mich herum schon durchgeschwitzt. Es gab kaum Schatten und die Sonne lachte nur so vom Himmel, als würde sie sich lustig mache über uns Idioten, die bei solchem Wetter einen Wettkampf liefen. Das war auch ungefähr der Zeitpunkt, an dem ich mich gedanklich von den 2:10 verabschiedete. Den ersten Getränkestand gab es bei Kilometer 4 oder 5, jedenfalls ab da alle 2km – das war wirklich top organisiert! Vielen Dank an die lieben Helferlies, die unermütlich Wasser und Iso reichten, danke auch an die Feuerwehr, die diverse “Duschen” auf der Strecke anbot. Ich nahm davon einfach alles mit, schüttete mir mehr Wasser über den Kopf als ich trank und sah dementsprechend schon nach den ersten 10km völlig fertig aus.

Das Publikum in Kassel war einfach großartig, in jedem Stadtteil wurden wir begrüßt und angefeuert, einige Privatleute stellten extra Wasserwannen auf. Ironchrissi hatte mir ja noch gesagt, man laufe die ersten paar km immer zu schnell, weil das Feld einen mitzieht, aber ich war auch bei Kilometer 6 unf 7 noch mit 5:50 bis 5:45/min unterwegs. Immer wieder dachte ich mir “du musst langsamer laufen, das hälst du nie bis zum Ende durch”. Der Puls blieb aber auf dem Niveau und langsamer laufen erschien mir irgendwie als anstrengender. Die Rechnung kam bei Kilometer 12 – 14: es ging bergauf und ich brach ein. Zum Glück war gerade hier unheimlich viel Publikum auf den Straßen, besonders “meine alten Viertel” Vorderer Westen und Wilhelmshöhe spornten mich an – denn ich wusste wieder wo ich war und dass es ab unserem Haus nur noch knapp 4km bis ins Stadion waren. Ich zog wieder an, zum Teil auf 5.50/min zurück, feuerte sogar andere Läufer an, die ich überholte. “Komm, nur noch 2km, das packen wir locker!”

Auf den letzten Metern wurde es noch einmal richtig fies, die Sonne knallte horizontal vom Himmel und wäre da kein Schild gewesen mit der Aufschrift “580m bis zum Ziel” hätte ich sicher eine Gehpause eingelegt. Ein Blick auf den Forerunner 610 verriet sofort – ich könnte die 2:10 noch packen! Also los, Endspurt…

Genießen konnte ich die Abschlussrunde durch das Auestadion beim Zieleinlauf nicht wirklich, ich hatte einfach nur Durst und wollte in den Schatten. Trotzdem gab ich ein letztes Mal alles, wohlwissend dass da ja Sanis und Ärzte im Ziel sein müssten. Die brauchte ich dann doch nicht, sackte aber kurz hinterm Ziel auf dem Gras zusammen und konnte ersteinmal gar nichts mehr. Es dauerte vielleicht 30Sekunden, bis ich beim Forerunner auf Stopp drückte – er zeigte irgendwas mit 2:08:xx an. Ich hatte es tatsächlich geschafft. Und die Nettozeit würde noch etwadrunter liegen. Ein anderer Läufer neben mir, drückte mir den Rest seines Isogetränks in die Hand. Ich trank es in einem Zug aus, bedankte mich, grinste nur noch.

Irgendwann konnte ich aufstehen und mir weitere Getränke und Äpfel holen. Aber vorher natürlich meine Finishermedaille. :-) Jana schaute für mich gleich die Nettozeit nach: 2:07:32 – ich war überglücklich und total zufrieden! Mir tat auch nichts weh, ich war recht fit und langsam auch wieder rehydriert. Klatschnass wie ich war, ging es dann nurnoch in die WG, duschen, essen und dann vor die Haustür, um die Marathonläufer anzufeuern. Die hatten es schließlich noch härter erwischt, die Mittagshitze nahm immer mehr zu. Vielen Dank an alle vom Twitterlauftreff, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen, danke an die Stadt Kassel und das tolle Organisationsteam und vor allem danke an Garmin und Brooks für das großartige Equipment!

Stronmanrun 2012 – we rocked it!!!

Am letzten Wochenende war es soweit: Strongmanrun am Nürburgring. Zu was habe ich mich da nur überredeten lassen? Noch nie mehr als 16km am Stück gelaufen und dann gleich die HM Distanz mit Hindernissen?

Trotzdem wollte ich es mir nicht entgehen lassen, Carmens Berichte sprühten nur so vor Spaß und sich durchbeißen kann ich dann doch ganz gut. Die Pension organisierte Carmen, die Wildcard bekam ich von Fisherman´s Friend, ich musste mich nur um die Anreise kümmern. Ähm ja… nur. Urlaubsantrag mal direkt abgelehnt, konnte ich weder mit unserem Laufshop noch mit einer Freundin von mir fahren. Ich hatte mich mit dem Gedanken abgefunden, dass ich selber fahren müsse (wobei mir mulmig war hinterher direkt 2,5 Stunden allein zurückzufahren, ohne zu wissen wie mein Körper bzgl. Krämpfe & co reagiert). Doch am Donnerstag (!) fand ich dann doch noch einen Mitfahrgelegenheit aus Kassel, der mich sogar direkt von der Arbeit abholte, total nett war und seit 2007 jedes Jahr am Strongmanrun teilnimmt. Der Gute wurde erstmal ausgequetscht, was man beachten müsse.

Angekommen zeigte er mir das Gelände und brachte mich zur Pension. Das Zimmer überraschte mich positiv und die Vermieter waren wirklich sehr nett. Als Carmen und Jasmin eintrudelten war sofort klar: das wird ein geniales Partywochenende!!! :-) Als Brooks Messenger of Run Happy hatten wir freien Eintritt zur Party mit leckerem Buffet und es war der Hammer Andreas von Brooks und meine Mit-Messenger Sven, Gerd und Ralph kennenzulernen. Sven „verfolge“ ich schon ewig auf seinem Blog und Twitter, Ralph verdanke ich mein geliebtes Ipad und Gerd habe ich erst durch die Messengeraktion „entdeckt“. Die Stimmung war super und wir Mädels konnten es natürlich nicht lassen die Tanzfläche zu rocken. So waren wir erst spät wieder in der Pension, wo erstmal unsere Outfits  für den Lauf verschönert wurden.

Ich machte mir wenig Gedanken, hatte gar keine Erwartungen, ich freute mich einfach nur auf alles. Morgens fehlte dann doch das eine oder andere Stündchen Schlaf, doch die Aufregung machte dies wieder wett. Und das üppige Frühstück sorgte für die nötige Stärkung vor dem großen Lauf. Die erste Hürde – die Parkplatzsuche – meisterten wir und mit einigen Umwegen trafen wir unsere Messengerkollegen, noch kurz den Laufhannes und einen gut gelaunten, mit Kamera bewaffneten Andreas, der uns den Weg zur VIP Box wies. Diese war wirklich Gold wert, denn bei Dauerregen und 10°C Außentemperatur wollte man keinesfalls früher als unbedingt nötig draußen herumstehen. So saßen wir zusammen, wurden bewirtet und trafen auf Alf, der als Stimmungskanone unsere kleine Runde komplett machte.

Den Pocher sahen wir nicht, aber der interessierte mich auch nicht wirklich – wie kann man sich brüsten am Strongmanrun teilzunehmen und dann nur eine Rundelaufen??? Brav am Start eingereiht, wurde uns dann gesagt dieser verzögere sich. Im Regen als ein kleiner Vorgeschmack auf alles was uns blühte und ich stellte fest, wie perfekt mein Kostüm eigentlich war. Die Wegwerfpapier-OP-Klamotten weichten Widererwarten nicht durch, sondern hielten war wie eine Plastikfolie und ließen den Regen abperlen.

Als der Startschuss fiel, ging es mit etwas Verzögerung auch für uns los. Sven, Carmen, Jasmin und ich blieben erstmal zusammen, sprinteten zum ersten Hindernis. Dort mussten wir dann aber mindestens eine halbe Stunde warten, eindeutig schlecht geplant vom Veranstalter, denn dass knapp 10.000 Läufer nicht durch ein enges Tor und eine Treppe hoch passen, hätte man sich auch denken können. Als wir endlich an der Reihe waren, gab es die ersten Erfahrungen mit dem Matsch. Kälte und Nebel störten kaum noch, die erste Runde zog sich allerdings aufgrund der Wartezeiten ganz schön hin. Schlimmstes Hindernis war für mich weder der Strom, noch die Klettergeschichten oder Autoreifen – das 5°C kalte Wasserbecken zum Durchschwimmen raubte mir im ersten Moment fast den Atem. Und dann klatschnass noch eine Runde laufen… In der zweiten Runde ging alles deutlich schneller, das Feld zog sich allmählich auseinander. Carmen und ich blieben zusammen, die Männer liefen vor. Bis Kilometer 15 war auch alles noch super, dann merkte ich doch immer mehr wie die Beine müde wurden und der Wind mich auskühlen ließ. Carmens unerschütterliche Partylaune half mir jedoch gut über die letzten Kilometer und dank ihrer kleinen Tipps meisterte ich mit ihr auch die letzten Hindernisse. Ein Fotograf beim letzten Autoreifenhaufen meinte sogar, ich könne doch so kurz vorm Ziel nicht so grinsen, das würde mir doch keiner abnehmen. Doch die Laune war auch auf den letzten Kilometern gut, denn ich wusste ich würde das Ding dank Carmen wirklich durchziehen.

Im Ziel wurden wir von dem harten Publikumskern in Regenkleidung gefeiert, erhielten unsere Medaillen und besorgten uns Finishershirts. Danach musste ich aber wirklich ins Warme, auch wenn die Papierklamotten bis zum Ende durchhielten – ich musste aus den nassen Sachen heraus. Nach viel heißem Tee und einer leckeren Gemüselasagne ging es mir langsam wieder besser. Hier nochmals vielen, vielen Dank an Brooks für diese tolle Bewirtung – ihr habt mich in dem Moment wirklich gerettet!

Als alle heil im Ziel waren, ging es noch mal zurück in die Pension für eine heiße Dusche. Mein Fahrer und ein weiterer Mitfahrer waren deutlich schneller im Ziel als wir, aber gar nicht böse, dass sie warten mussten. Wir tauschten uns auf der Rückfahrt aus, bemängelten alle die Wartezeiten an den Hindernissen. Glücklich aber müde wurde ich direkt vor meiner Haustür abgeliefert und so endete ein grandioses Wochenende, an dem ich wirklich allen Mist des Alltags vergaß und einfach nur Spaß hatte.

Danke an alle für diese Erfahrung, danke Brooks und Fisherman´s Friend, danke liebe Mit-Messernger Ralph, Sven, Gerd & Alf, danke Stefan fürs Fahren und vor allem danke Jasmin und Carmen – es war großartig mit euch!

Kollegas :)

Durch die erneute Testläufersuche von Brooks bin ich auf ein paar tolle neue Blogs meiner Messengerkollegen gestoßen, dich ich euch keinesfalls vorenthalten möchte. Auch sie testen ausgewählte Produkte der neuen Brooks Kollektion, haben aber auch eigene Weblogs mit interessanten und schön geschriebenen Geschichten aus ihrem Läuferleben.

Den Anfang macht Kathrin, deren Blog ich gerne auch früher entdeckt hätte. Auf Läuferherzen schreibt sie nicht nur über ihr Messengerdasein, sondern über Training, Wettkämpfe und wie sie die Spendenaktion ihrer Freunde Gerhard und Heinz unterstützt. Tolle Bilder und mitreißende Texte geben einem das Gefühl fast mit Kathrin mitzulaufen – auf jeden Fall mindestens einen Klick wert!

Mit Lisa Jaschke hat Brooks sich einen echten Profi ins Messengerboot geholt. Die 21jährige Langstreckenläuferin aus Köln lebt den Laufsport und berichtet auf ihrer Homepage von Training und sportlichen Erfolgen. Auch auf Twitter und Facebook ist sie vertreten, antwortet trotz vollem Terminplan nett auf Fragen und Kommentare – sehr sympathisch wie ich finde!^^

Leider habe ich kein eigenes Blog gefunden, aber Monikas Testberichte sind so unterhaltsam und frisc geschrieben, dass ich sie gerne dazu überreden würde. Hat sie einen Twitteraccount? Man kläre mich auf und lese auf jeden Fall ihre Testerfahrungen als Messenger of Run Happy!

Schon lange zu Recht in meinem Blogroll und nun endlich mit mir zusammen Messenger geworden: der großartige Sven! :) Er berichtet ausführlich und toll geschrieben über seine Lauferfolge und beweist, dass auch eine Erkrankung wie Diabetes Mellitus einen echten Kämpfer nicht von seinen Zielen abhalten kann. Lesen & liken bitte! ;-)

Auch Ralph hat es auch unter die Messenger of Run Happy geschaff. Sein Blog ist so lesenwert, dass ich sehr gespannt bin auf Testberichte von ihm. Seine Tweets lassen da auf fundierte Tests und eben solche Ergebisse schließen – selbst Ländergrenzen halten einen echten Racing Ralph nicht auf! :-)

neues Terrain, neuer Schuh

Der Umzug ist geschafft, alles halbwegs ausgepackt, ich habe mein eigenes kleines Reich! Es fühlt sich großartig an, im Schlafzimmer gibt es einen Stabibereich mit Hanteln und Airexmatte, mein Büro ist mehr begehbarer Laufkleiderschrank als alles andere. ;-) Die erneute Laufpause während des Umzugs war nicht gerade zuträglich für die anstehenden Wettkämpfe (Licher 10-Meilen-Lauf, Strongmanrun & Kassel Marathon), aber es ging leider nicht anders. Wir hatten rundum die Uhr zutun, damit nun überall wenigstens Lampen an der Decke sind, ich Wäsche waschen kann, nicht auf dem Boden schlafen muss und sämtlich Kisten schon einmal auspacken konnte.

Daher blieben mir auch jetzt erst die Feiertage und das lange Wochenende, um meine neue Laufumgebung zu erkunden. Mein neuer Vermieter meinte schon bei der Besichtigugn, man könne im angrenzenden Wald toll laufen und auch auch meine Physiotherapeutin fragte mich im Sommer, warum ich eigentlich nie in dem riesigen Staatsforsst laufen gehe. Aber mit dem Auto irgendwo hinfahren, um laufen zu gehen? Klang nicht so attraktiv. ABER JETZT wohne ich direkt am Rand dieses Forst, eine unwiderstechliche Einladung Steigungen und Trail zu trainieren.

Am Donnerstag also die erste Erkundungtour, bewaffnet mit dem Ravenna 3 aus meinem Brooks Testpaket (Testbericht erwartet gerade noch Moderation) und ganz viel Laufmotivation. Die Laufpause machte sich quasi sofort bemerkbar, sobald es bergauf ging, war der Puls ganz schnell auf 170/min. -.- Konnte ja nur besser werden, also ging es trotzdem weiter. Ich wollte schließlich locker starten und mich öglichst nicht gleich total verlaufen. Stets auf den Wegen ging es durch einfach geniale Landschaften, ich sah 1000 Möglichkeiten für das Strongmanrun Training: umgefallen Bäume, Baumstämme am Weg, extrem ansteigende matschige Hügel, dichtes Gebüsch, kleine Bäche, ein großer Teich inklusive Enten.

Es kostete schon etwas Beherrschung nicht gleich total loszulegen, aber den neuen Schuh gleich zu versauen kam nicht in Frage. Dennoch ließ ich es mir trotz Widrigkeiten (Ipodakku leer, FR610 Akku nach 3km leer, HTC ging bei jedem Foto aus) nicht nehmen, am Ende kleine Sprints einzulegen, steile Hänge hochzurennen und Klimmzüge an umgeknicken Bäumen zu üben. Der Schuh ist genial, keine Beschwerden, viel Halt und genug Grip, obwohl es kein spezieller Trailschuh ist.

Völlig begeistert ging es so auch am Samstag und gestern auf Tour, auf neue Wege mit grandioser Aussicht. Langsam habe ich auch eine Vorstellung welche Wege zusammenhängen, in welche Himmelsrichtung ich laufe und wo ich welche Hindernisse finde. Der PureFlow von Brooks wurde gestern ebenfalls von mir auf der Strecke getestet – nochmals ein ganz anderes Gefühl als auf der Straße, wenn man wirklich jeden Unebenheit, jeden Stein spürt. Mein neues Revier gefällt mir so gut, vielleicht werde ich einies Tages sogar Hügel und Bergauflaufen mögen. Oder zumindest nicht mehr so langsam hinaufschleichen wie derzeit. ;-)

Messenger of Run Happy :)

Ganz unverhofft kam Ende letzter Woche die Mail von Brooks: ich hätte es geschafft, ich sei Testläuferin und damit eine der neuen Messengers of Run Happy!^^ Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, immerhin schaffe ich es zurzeit durch Arbeit & Umzug gerade einmal so regelmäßig zu Laufen. Das Blog habe ich etwas vernachlässigt, hoffe allerdings es wird besser sobald ich in der neuen Bleibe bin. Das Ipad wird sein übriges tun und meine Wohnung am Waldrand schafft optimale Bedingungen die neue Kollektion von Brooks auf Herz und Nieren zu untersuchen.

Von meiner Liebe zum PureProjekt habe ich euch ja schon berichtet, wobei ich bisher eben nur den Flow und das Trailmodell Grid besitze. Meine Wahl für einen Zwischenschuh und als Ersatz für den GT2150er, der nun definitiv dem Strongmanrun 2012 zum Opfer fallen wird, fiel zwar auf die Konkurrenz (Saucony Mirage II), aber ich lasse mich sehr gerne überzeugen, dass der Glycerin 9 oder auch ein Adrenalin eine viiiiel klügere Wahl für mich ist.

Leider geht es mir gesundheitlich noch immer nicht so gut wie ich gerne möchte, die vielen Veränderungen und vor allem die wenigen Trink- & Essenspausen machen sich doch auch sehr beim Training bemerkbar. Nach der Blutspende letzte Woche ging gar nichts mehr und vom Mag her geht´s mir so schlecht, dass Eisentabletten nicht gerade hilfreich sind. -.- Vom schönen Wetter motiviert, wollte ich natürlich gleich gestern und heute jeweils 10 Kilometer zurücklegen, musste dann heute aber bei 7 mit Übelkeit und Kopfweh abbrechen. Das Knie meldete sich auch zurüc, irgendwie will mein Körper gerade nicht so richtig. Die Tanita Waage zeigt täglich weniger an, was eigentlich nur bedeuten kann ich verliere Muskelmasse, denn von gesunder Ernährung kann im Moment auch keine Rede sein. Frisch kochen – Fehlanzeige, 2 Nutellabrote, viel Kaffee und Süßes vom Bäcker. Wenn man dann in 8 Stunden einmal ausgelöst wird, ist man schon so unterzuckert, dass man eben sofort etwas knallsüßes essen will. Und im OP gibt´s eben auch nur den Automaten mit Schokoriegeln.

Aber das alles wird sich jetzt wieder ändern, die Ernennung als Messenger of Run Happy gibt mir einen Motivationsschub und ich freue mich wahnsinnig auf das erste Testpaket – hoffentlich schon in die neue Wohnung, sodass ich damit gleich meine neuen Waldwege erkunden kann. Man darf also gespannt sein – ab jetzt wieder mehr, positiveres und vor allem spannendes von mir!^^

wieder im Rennen

Nach fast 4 Wochen mit minimalem Laufpensum, Knieschmerzen bei jedem Treppe hinuntersteigen und ein paar enttäuschenden Laufversuchen, bin ich am Donnerstag nach viel Alternativ- und Krafttraining zum erstmal wieder halbwegs schmerzfrei 10 Kilometer gelaufen. Ich sah den Strongmanrun ja schon in weite Ferne rücken (ob ich deshalb aus der Bloggerliste gelöscht wurde? :-( ), aber ich denke ich könnte es trotz der Zwangspause noch schaffen. Meine liebe Carmen, die umgeknickt war, fängt nach ihrem Rückschlag jetzt auch wiede an, also werden wir uns gegenseitig pushen!

Was es nun genau war mit dem Knie, weiß ich noch immer nicht, aber ich tippe noch immer auf eine muskuläre Ursache, denn es zog zum Teil bis in den vorderen Oberschenkelmuskel sowie in die Wade. Dass so ein Sturz einen so rausbringen kann… naja, wenig Stabi, das viele Stehen und die unbequemen OP-Schuhe taten da sicher ihr übriges. Zur Sicherheit bin ich wieder mit den sehr gedämpften GT2150er angefangen und habe mir durch die mediale Verstärkung rechts prompt mal wieder eine Blase gelaufen. Nicht weiter schlimm, aber ich schätze ich brauche dann doch nochmal einen Neutralschuh zwischen dem PureFlow und dem GT2150 + Einlagen. Tendiere zum Brooks Glycerin 9 oder einem Saucony – irgendwelche Vorschläge?^^

Trotz Pause habe ich mich mal als Brooks Messenger beworben, ich habe soviel Brooks Klamotten, ich könnte allein darüber schon ein ganzes Blog füllen. Aber die neue Kollektion ist so schön, es wäre schon genial die Sachen testen  zu dürfen. Leider wird meine Abwesenheit hier nicht gerade Eindruck gemacht haben, aber hoffen darf man ja noch. ;-)

Tja, und nebenbei bin ich im Umzugsstress, versuche mich auf der Arbeit langsam einzuleben und wälze Bücher, da man ständig irgendwas gefragt wird und umheimlich schnell einen bestimmten Ruf in der Abteilung weg hat. Ansonsten gefällt es mir aber gut, mit den paar Läufern bei uns bin ich schon gleich ins Gespräch gekommen und ich wurde am 03.03. beim Ultralauf wohl vermisst. Nächstes Jahr dann, mit mindestens 21,1 km und hoffentlich topfit ;-)

ausgebremst

Dass es schwerer werden wird regelmäßig zu trainieren sobald ich arbeite, hatte ich ja erwartet. Aber dass mich alles so sehr anstrengt und vor allem so oft erst im Dunkeln nach Hause fahre, hätte ich nicht gedacht. Trotzdem versuche ich natürlich fit zu bleiben, auch wenn mir eher nach schlafen zu Mute ist. Und ich habe es endlich mal geschafft das Smartphone einzustecken, um ein paar Laufeindrücke festzuhalten.

Meine Lieblingsroute wurde nämlich bei Traumwetter erweitert, denn die Landschaft war so toll, dass ich einfach nicht umdrehen wollte. Ich musste eben wissen was hinter der nächsten Ecke ist. Dann was nach der Brücke kommt. Und plötzlich ging es bergab in ein Tal, aus dem der Blick kilometerweit auf zahlreiche kleine Dörfchen schweifen konnte. Gänsehaut pur, Laufen wie ich es liebe. Momente, in denen ich sehr zufrieden bin mit allem, dass ich hierblieb und auch im Winter das Training nicht aufgegeben oder ins Studio verlagert habe.

Die erste Runde mit meiner Laufpartnerin war gut, sie ist etwas flotter unterwegs als ich, also mache ich nun die Tempoläufe mit ihr. Meinen langen Lauf am Wochenende bei wundervollem Sonnenschein habe ich trotz der niedrigen Temparaturen nicht ausfallen lassen. Aber Intervalle? Fehlanzeige. Auch keine Steigerungsläufe oder Traileinheiten. Blöd auch, dass ich letzte Woche auf einer vereisten Pfütze an einer Baustelle ausrutschte. Da half auch kein Trailschuh mehr, ich fiel auf die rechte Seite – hauptsächlich auf Arm und Hüfte. Ich stand gleich wieder auf und außer ein paar Schrammen war auch nichts los, also liefen wir weiter. Es war ja auch der erste Kilometer und selbst nach den weiteren 9 merkte ich nichts besonderes.

Erst abends konnte ich nicht mehr auf der rechten Seite liegen, weil die Hüfte doch sehr wehtat. Eine muskelkaterartige Verspannunng im rechten Triceps stellte sich in den nächsten Tagen ein, sie ist aber schon wieder völlig verschwunden. Was blieb waren merkwürdige Kniebeschwerden, rechts kann ich zwar schmerzfrei bewegen, eine enge Tight drückt aber, als hätte ich mir die Haut über der Kniescheibe gequetscht. Außerdem zieht es hinten in der rechten Wade und wahrscheinlich durch Fehlhaltung bekomme ich seitdem auch Beschwerden im linken Knie.

Tjaja, irgendwie ist gerade der Wurm drin, ich komme kaum ins Fitnessstudio, stehe den ganzen Tag und trage diese unbequemen OP-Schuhe, von denen mir abends immer die Füße wehtun. Hoffentlich pendelt sich das alles ein wenig ein, denn der Job an sich macht viel Spaß.

Und per Zufall habe ich auch gleich ein paar laufende Kolleginnen kennengelernt, die eine fährt auch zum Fishermen´s Friend Strongmanrun und wir wollen nun zusammen durch die Lahnberge rennen. Die Motivation ist also da und das Wetter stimmt auch, nun muss der Körper wieder mitspielen…

Ultramarathon Rodgau 2012

Am vergangenen Samstag ging es früh raus, um rechtzeitig in Rodgau am Start zu sein. Nein, ich lief nicht selbst – von einem Ultramarthon bin ich Lichtjahre entfernt, erstmal den Halbmarathon gut durchstehen. ;-) Ich wollte mit Christoph und Gerda die Läufer vom #twitterlauftreff anfeuern und mit Tee sowie Gerdas wunderbarem Apfelkuchen und Nussecken versorgen. Außerdem waren wir für den Fotoservice zuständig und sollten den Rest des Twitterlauftreffs auf dem Laufenden halten.

Die Ankunft klappte super, Heiko und Gerda nahmen mich ab Frankfurt per Auto mit und vor Ort trudelten an der Startnummernvergabe nach und nach immer mehr Twitterer ein. Insgesamt waren über 800 Läufer am Start, bei Temperaturen um Null Grad mehr oder weniger warm eingepackt. Für die gute Stimmung am Start sorgte Gabi von Laufticker mit Musik und Anfeuerung, für das leibliche Wohl viele Freiwillige des RLT im Versorgungszelt mit Tee, Kuchen und Keksen. Nach dem Startschuss platzierten wir uns mit unserem Kuchen an Kilometer 1 in der Nähe des Versorgungszeltes und konnte so in der ersten Runde gleich ein paar Schnappschüsse machen. Eine Runde beträgt in Rodgau 5km, wobei die Strecke über Felder und durch kleine Waldabschnitte führt. Wo es matschig war, sah man schnell an den Rückseiten diverser Läufer, der eine oder andere schien sogar ausgerutscht zu sein – aber wer da mitläuft, läuft dann auch weiter ;-)

Förmlich an uns vorbeirautschten Marcus und Hannes: Marcus lief die vollen 50km und Hannes begleitete ihn die ersten 30km in einem unglaublichem Tempo. So wunderte es niemanden, dass Marcus am Ende nach großartigen 3:39 h über die Linie lief – und mit einem Lächeln nach kurzer Verschnaufpause seinen Apfelkuchen abholte. Gratulation zu so einer tollen Leistung! Hannes war nach seinen 30km im selben Tempo einfach noch den Kilometer zu uns weitergelaufen – ich wäre nach der Strecke wahrscheinlich freiwillig keine 100 Meter weiter gelaufen als nötig. ;-)

Durch diverses Überrunden kamen wir dann doch etwas ins Schleudern wer nun wann wieder an uns vorbeilaufen würde, aber am Ende hatten wir von jedem ein Bild gemacht. Heiko, José, Christian und Peter drehten gemeinsam ihre Runden – anfangs noch mit Frank H., der die vollen 50km besiegte – ,  während Markus S., Claus, Sven und Koerb ihr individuelles Tempo liefen. Dennoch feuerten wir alle an und sorgten trotz Eisfüßen und steif gefrorenen Fingern so gut es ging für Stimmung. Michael fand uns leider erst etwas später, er konnte auf dem Bike (nagelneu & hammermäßiges Teil!!!) unsere Tweets nicht lesen und wartete zunächst am Start. Sven gesellte sich in seiner letzten Runde zu uns, aß Kuchen und musste dann schnell heimwärts – den versprochene Besuch in der Oper mit seiner besseren Hälfte lässt ein Gentleman auf keinem Fall einem Lauf zum Opfer fallen! :-D

Jeder erreichte seine individuelle Zielvorstellung, alle genossen Gerdas leckeren Kuchen und trotz der Temperaturen um Null Grad hatte ich einen tollen Tag mit dem #twitterlauftreff. Im Nachhinein kam etwas Wehmut auf, ich wäre schon gerne auch mitgelaufen, allein um warm zu werden. Aber bei einem Ultramarathon mit so großartigen und erfahrenen Läufern dann 15 – maximal 20 – Kilometer zu laufen und nicht einmal das Tempo derer halten zu können, die zum Teil die gesamten 50km bezwungen, erschien mir doch als eher halbherzig. Ich war schon ganz gut plaziert am Streckenrand und der Support gehört ja genauso zum #twitterlauftreff dazu, für mich jedenfalls. Dann ich weiß selber, wie schön es ist nicht allein bei einem Wettkampf zu sein, mit Namen angefeuert zu werden und nach dem Lauf noch mit jemandem seinen Erfolg feiern zu können. Schade fand ich, dass ich Sonja nicht mehr getroffen habe – ihre Leistungen beeindrucken mich sehr, für mich ist ja zurzeit der Halbmarathon noch nicht einmal erreichbar. Aber im nächsten Jahr bin ich in Rodgau dabei – mit mindestens 25 Kilometern!!!^^

Gratulation nochmal an alle, die an diesem Tag in Rodgau ihre Runden gedreht haben – egal wie viele es waren & in welcher Zeit, ihr könnt stolz auf euch sein!

Frostbeulenalarm

Nicht nur, dass ich nun mit dem Arbeitsbeginn nicht mehr vor 16:30 Uhr laufen gehen kann – es ist auch noch verdammt kalt geworden. Nicht, dass ich deshalb nicht trainieren wollte, im Gegenteil. Gerade jetzt brauche ich meinen Ausgleich, meine gewohnte Runde zum Auspowern, einfach den Kopf nach der Arbeit frei bekommen.

Leider habe ich jedoch (wie so viele) nicht mehr wirklich mit diesem plötzlichen Wintereinbruch gerechnet und darum bin ich was warme Laufbekleidung angeht nicht wirklich gut eingedeckt. Unterherum ist es kein Problem, ich ziehe eine normale Jogginghose über meine Tights und schon reicht es wieder aus eine Level2 Hose ohne Softshell oder Goretex zu tragen. Am Oberkörper ist es etwas kompolizierter, dennab der 3. Lage passt XS einfach nicht mehr übereinander. So griff ich in den letzten Tagen zur Fleecejacke, die nicht wirklich atmungsaktiv ist und mit einer Windstopperjacke irgendwie doch noch zu warm war. Mir fehlt einfach die Erfahrung, was ich bei welcher Temperatur tragen kann. Im Zweifelsfall einfach schneller laufen scheint die Devise, denn ich habe im Vergleich zum letzten Jahr am Gesamttempo wirklich etwas zugelegt. Oder sagen wir, die Frequenzen sind im Normalbereich bei einem Lauftempo, das vor 6 Monaten den Puls ins Unendliche trieb. Schön zu sehen, dass mein kontinuierliches Training mit LongsJogs, Intervallen und Tempoläufen langsam Früchte trägt. Strongmanrun, ich komme!!!^^

Außerdem scheinen die Steigungen und Trailausflüge mich ebenfalls weiterzubringen. Genügend Schuhe zum Durchtauschen habe ich ja nun, die Motivation stimmt auch – nur der eisige Wind nervt dann doch ein wenig. Heute war ich doch froh, dass nur Stabi auf dem Plan stand. Und mit etwas Glück habe ich ja vielleicht morgen schon meine bestellte Utopia Softshell Jacke von Brooks, die ich mir bei diesem Wetter einfach doch noch gönnen musste. Bisher waren alle Meinungen dazu sehr positiv, ich bin gespannt und hoffe wieder mindestens eine Lage weniger tragen zu können. Spätestens bei meinem langen, langsamen Lauf am Wochenende wird es sich zeigen – ich werde berichten!^^

Los geht´s!

Auch ohne systematischen Komplettplan habe ich nun doch langsam angefangen zumindest durchdacht zu trainieren. Der Rahmenplan von MyGoalTeam wird einfach mit dem Natural Running Plan kombiniert, das ganze dann nach Alltag sowie Lust und Laune etwas anpassen: Voilà! Mittlerweile bin ich ja dank Brooks auch mit einem Paar PureGrits ausgestatte, die ja für den Strongmanrun schon fast zu schade sind, denn erfarhungsgemäß überlebt ein Schuh den härtesten Lauf der Welt nicht unbedingt. Zum Glück habe ich da noch ein paar Alternativen im Schrank. Welcher dran glauben muss, weiß ich noch nicht – am besten schaue ich kurz vorher, ob Neutral-, Stabil- oder Trailschuh die beste Wahl ist.

Oder ihr stimmt ab, welcher das Zeitliche segnen wird!^^

Über diverse Onlinevideos habe ich mir angeschaut, was mich da so ungefähr erwartet und auch gleich versucht entsprechende Einheiten in meine Läufe einzubauen: Zunächst habe ich mir einen bewaldeten Hügel direkt an meiner Strecke gesucht, der neben eines Schotterweges auch Möglichkeiten bietet den steilen Aufstieg durch das Gehölz zu üben. Außerdem hat er viele Löcher und Gräben, in denen sich der viele Regen der letzten Zeit angesammlt hat. Er wurde schon liebevoll “A****lochberg” von mir getauft.

Ein wenig lokale Unterstützung habe ich mir ebenfalls ins Boot geholt: ein Kumpel, der seltener läuft, dreht nun kleine abendliche Stadtrunden mit mir und mit einer neuen Laufpartnerin treffe ich mich am übernächsten Wochenende. So ist auch gleich für Fotografen gesorgt, die meine Matschpartien schön für euch dokumentiert. Ich freue mich schon jetzt drauf… ;-)